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Schulungen und Kurse

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DBV Übungsleiter

- Rheinland-Pfalz / Saar -

 

Name

Vorname

PLZ

Ort

Telefon

Funktion

Email Adresse

Häusler

Helmut

66121

Saarbrücken

0681 817617

Bridgelehrer

 

Bartels

Regine

66386

St. Ingbert

06894 966499

Übungsleiter

regine.bartels@web.de

Binder

Carola

67346

Speyer

06232 81497

Übungsleiter

Boldt

Frederic

66117

Saarbrücken

0681 9658255

Übungsleiter

 

Diehl

Hella

67677

Enkenbach

06303 5889

Übungsleiter

 

Engler

Lydia

55218

Ingelheim

06132 798081

Übungsleiter

Lydia.Engler@gmx.de 

Förster

Sue

67549

Worms

06241 56586

Übungsleiter

 

Gattung

Rainer

56567

Neuwied

02631 55538

Übungsleiter

 

Knauer

Axel

56567

Neuwied

02631 53794

Übungsleiter

 

Meiser

Regina

66763

Dillingen

06831 976464

Übungsleiter

  

Meye

Hildegund

56341

Kamp-Bornhofen

06773 7345

Übungsleiter

gun.meye@t-online.de

Nillius

Karl-Heinz

55218

Ingelheim

06132 73472

Übungsleiter

nillius_telscher@web.de 

Rappert

Anneliese

67354

Römerberg-Berghausen

06232 84344

Übungsleiter

  

Scheiner

Aimar

55411

Bingen

06721 45381

Übungsleiter

 

Scheit

Ferdinand

54292

Trier

?

Übungsleiter

Shariatmadari

Amir

66123

Saarbrücken

0681 375525

Übungsleiter

 

Strauch de Rodriguez 

Renate

66123

Saarbrücken

0681 371725

Übungsleiter

 

 

Vorschläge zur Durchführung von Bridge-Kursen

1. Vorwort
Durch eine 20jähriger Erfahrung in der Bridgeausbildung und der Ansprache anderer Bridgeclubs, Tipps zu geben, möchte ich auf diesem Weg Ratschläge zur Durchführung von Bridge-Kursen für Anfänger weitergeben. Ich kann nur von den Gegebenheiten vor Ort berichten, die sich örtlich auch anders darstellen können. Es sollen nur Denkanstöße sein, eine optimale Kursgestaltung anzubieten.

2. Anfängerkurse anbieten
Das Bestreben eines jeden Bridge-Clubs sollte sein, selbst Kurse anzubieten und durchzuführen. Die Absolventen bilden das Potential der künftigen Neumitglieder.
Die Eigenkontrolle der Kursdurchführung gewährleistet ihnen eine optimale Nutzung der Lernbereitschaft der zu gewinnenden Teilnehmer.

2.1. Clubinterne Vorbereitung
Der örtliche Club sollte möglichst über zwei Übungsleiter verfügen. Ausbildungskurse für Übungsleiter werden permanent im Verbandsblatt angeboten; auch ist Ihr Landes-verband gern behilflich. Hierbei sollte es sich nur um “Eigengewächse“ handeln, auch eine Kooperation mit befreundeten Nachbarclubs ist denkbar.
Zwei Übungsleiter (oder erfahrene Spieler) haben einen enormen Vorteil für den gesamten Ablauf.
· Durch Ausfall eines Dozenten muss der Unterrichtstag nicht ausfallen; einer kann den Abend immer leiten. Bei fortlaufenden Kursen kommt es zu keinen Termin-schwierigkeiten.
· Die Teilnehmer können sich auf die angegebenen Termine verlassen, es erfolgen keine zeitlichen Umlegungen. Auch die Kursteilnehmer müssen planen.
· Die Unterrichtsaufteilung der Referenten sollte nach Theorie und Praxis aufgeteilt werden. Dies stellt sich als sehr sinnvoll dar. Der freie Übungsleiter kann die Kursteilnehmer beobachten und bei erkennbarem Unverständnis sofort eingreifen.
· Bei der Auswahl von Unterrichtsräumen sollte darauf geachtet werden, dass diese sich auch dort befinden, wo Sie die Clubturniere abhalten. Bei örtlich getrennten Räumlichkeiten hat sich gezeigt, dass es nach den Kursen eine große Hemm-schwelle für Interessenten ist, anschließend das Clublokal aufzusuchen. Diese können Sie umgehen, wenn der Kursraum gleich dem Spiellokal entspricht; es sind vertraute Räume.

2.2. Werbung von Kursinteressenten
· Der erste Schritt zur Werbung von Bridgeinteressenten läuft in der Regel über die eigenen Clubmitglieder, wobei dieses Reservoir schnell erschöpft ist.
· Die lokale Presse kann sehr hilfsreich sei, wenn man einen persönlichen Kontakt hierzu hat. Die Kursankündigungen erfolgen generell über den lokalen Teil oder die Vereins-nachrichten, die meistens sehr spärlich, da gekürzt, ausfallen.
· Erfolgreicher können Sie sich bei den “kostenlosen Hauszeitungen (Mittwochs und Sonntags bei uns) präsentieren. Hier erscheinen Ihre Anzeigen fast so, wie Sie es vorgeben.
· Nutzen Sie ihre internen Turniere für die Presse. Man interessiert sich für jeden Beitrag. Lassen Sie Bilder vom Turnier in der Presse veröffentlichen, mit dem Hinweis auf den nächsten “Bridgekurs für Anfänger“.
· Plakataktionen erzielten in den einschlägigen Geschäften immer gute Resonanz.
· Veranstalten sie einen „Tages der offenen Tür“ mit Presseeinladung. Der DBV hält hierfür genügend Infomaterial bereit.
· Die Volkshochschulen beherbergen das Potential für unseren Sport. Über die lokalen VHS kann sehr erfolgreich geworben werden. Lassen Sie Ihre Kurse über die VHS laufen; Diese hat für uns das größte und vielschichtigste Interessentenpotential gebracht. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist auf folgendes zu achten:
§ Generell nimmt die örtliche VHS Bridge-Kurse gern in Ihr Programm auf, denn sie leben davon. Der DBV steht seit Jahren mit dem Dachverband der VHS in Verbindung. Hier sind auch die Übungsleiter und Bridgelehrer bekannt, die Bridgeunterricht erteilen dürfen.
§ Die angebotenen Kurse müssen sich für die VHS rechnen. Bei der festgelegten Mindestteilnehmerzahl, die die Clubs selbst vorgeben, müssen die Kosten für die VHS Null auf Null aufgehen, da für Bridgekurse keinerlei öffentliche Zuschüsse fließen. An Kosten fallen in der Regel an:
1. Honorar (legt die VHS fest)
2. Lehrmaterial (hier gibt der BC die Kosten für Lehrbriefe, Kopien, usw. bekannt)
3. die Mieten sind auszuhandeln. Erteilen Sie den Unterricht im gemieteten Clublokal, beläuft sich die Mietbeteiligung in der Regel auf 50%, wobei die VHS keinerlei Nebenkosten zu tragen hat.
4. das kostenlose Nutzen von Projektor und Leinwand der VHS stellt für die Abende auch keine Probleme dar. Bei Nutzung externer Räume, muss der Club für den Transport sorgen.
5. die Anzahl der angemeldeten Kursteilnehmer ist für die VHS der gravierende Gradmesser. Erreicht der angebotene Kurs z.B. die Mindestteilnehmerzahl um eine Person nicht, sagt die VHS von sich aus den Interessenten tel. ab; der Kurs kommt nicht zustande. Hier sollten Sie sich kurz vor Kursbeginn mit der VHS in Verbindung setzten. Das Gleiche gilt auch für die von Ihnen angegebene Maximalzahl. Geben Sie z.B. eine Max-Zahl von 18 an, wird dem 19. Interessenten abgesagt, da der Kurs belegt sei. Diese Vorgehensweise ist für einen EDV-Kurs mit 18 Bildschirmen verständlich, nicht aber bei unserem Sport. Hier muss eine entsprechende Zusammenarbeit gepflegt werden. Sie müssen vor einer Absage informiert werden und dann selbst entscheiden.
6. Die Kursanmeldungen sollten zweispurig (Club / VHS) verlaufen. Hier müssen die VHS-Sacharbeiter mitspielen. Bei jeder Kursankündigung muss die Kontaktadresse des Clubs ersichtlich sein. Haben z.B. Interessenten Fragen bezüglich des Bridgespieles, hat die VHS auf die entsprechende Clubperson (Lehrer, Übungsleiter oder Vorstand) zu verweisen. Hier können dann die Sachfragen geklärt werden.
Tipp: Vereinbaren Sie mit der VHS, dass sich die Kursteilnehmer zu Unterrichtsbeginn auch beim Übungsleiter anmelden und auch zahlen können. Sie besorgen sich von der VHS Anmeldeformulare und lassen diese in der ersten Stunde ausfüllen und erledigen die Zahlungsmodali-täten (Bargeld gegen Quittung oder Einzug durch die VHS). Durch diese kleine Mehrarbeit behalten Sie stets den Überblick über Ihre Kursteil-nehmer. Die Abrechnung mit der VHS erledigen Sie anschließend.
7. Eine Minderteilnahme im Anschlusskurs ist besonders prekär. Ist der Anfängerkurs mit genügenden Teilnehmern erfolgreich beendet, sinkt erfahrungsgemäß die Anmeldung zum Folgekurs um ca. 10 bis 20%. Hier bieten sich zwei Wege an, um nicht den gesamten Kurs abzusagen, was für den Rest der Bridgeneulinge fatal wäre, denn die bekommen Sie kaum mehr zurück:
o da die Mindestzahl und die Gebühren bereits festliegen, kann der Vorstand für die fehlenden Kosten zeichnen; dies ist im Zug der Mitgliederwerbung zu verbuchen.
o Ist dies nicht möglich, und eine diesbezügliche Verhandlung mit der VHS hat noch nie zum Erfolg geführt, müssen die Altteil-nehmer bezüglich der Aufteilung der Mindergebühren, ange-sprochen werden.
· Erachtet der Club die von der VHS errechneten Kursgebühren für zu hoch, kann er aus der Clubkasse unter der Kostenstelle Nachwuchsförderung oder Mitgliederwerbung zusteuern.

3. Kursdurchführung
Das Unterrichtsmaterial des DBV “FORMUM D“ als Grundsystem kann als “bedingt geeignet“ empfohlen werden.
Bieten Sie alle 5 Themen der Schülermappen mit je 10 Lektionen an, ist der Anfänger anschließend, nach knapp zwei Jahren, topp ausgebildet. Dies kann aber nicht im Sinne einer Mitgliederwerbung sein; unter der Voraussetzung will kaum einer Bridge lernen.

Das Bridgespiel soll in einem überschaubaren Zeitraum vermittelbar angeboten werden.

3.1 Aufteilung der Einzelkurs
Unter der Prämisse, das praktische Spiel nicht zu vernachlässigen und das Kursende nicht zu weit zu verschieben, hat sich ein Angebot von drei Durchgängen herauskristallisiert.
1. Minibridge
Hier eignen sich die DBV-Unterlagen sehr gut und die Schülermappe kann 1:1 umgesetzt und als Unterrichtsmaterial den Teilnehmern ausgehändigt werden.
2. Aufbaukurs (Reizkurs)
Das Reizsystem nach “Forum D“ muss für eine Kurseinheit umgestaltet werden.
3. Bridge für Fortgeschrittene
Dieser Abschnitt behandelt die systemübergreifenden Konventionen und dient zusätzlich einigen Clubmitgliedern zur Auffrischung bereits gelernter oder zur Vervollständigung (2er Eröffnung, Sperransagen, As-Frage, Multi usw.).

Jede Kurseinheit läuft über 10 Tage; der Kurstag ist mit 2,5 Std. einschließlich einer
15 minütigen Pause angesetzt.

3.2 Wann finden die Kurse statt


3.2.1.Teilnehmerzahl
Das Hauptkriterium einen Kurs zu starten ist die Teilnehmerzahl. Dies hängt von verschiedenen clubinternen Fakten ab. Ideal sind 3 Tische, was folgendes voraussetzt:
Minibridge. . ab 15 Teilnehmern
Aufbaukurs ab 12 Teilnehmern, ein gewisser Schwund zum Weitermachen der Anfänger ist immer einzukal-kulieren.
Bridge für Fortgeschrittene der Kurs ist in der Regel der am stärksten rekrutierte, denn Ihre Clubmitglieder wollen ihr Wissen immer mal wieder auffrischen.

3.2.2 Termin
Der Jahreszyklus, wann die Kurse jeweils stattfinden sollen, bestimmen Sie. Das Interesse bestimmt Ihre Werbung. Ein jährliches Angebot sollte man nur dann verfolgen, wenn genügend Übungsleiter / Lehrer zur Verfügung stehen. Bezieht sich die Ausbildung nur auf gleiches Lehrpersonen sollte aller zwei Jahre die Werbung zum Anfängerkurs gestartet werden, denn die Ausbilder opfern 30 Tage im Jahr der Schulung.
Als Kursbeginn bietet sich der Herbst an, wobei die Herbstferien auszuklammern sind; ebenso die Vorweihnachtszeit. Der Aufbaukurs läuft von Jan. bis Ostern, nach den Osterferien bis zum Sommerferienbeginn der Fortgeschrittenenkurs.
Die Uhrzeit des Kursbeginnes sind in der Regel die Abendstunden, da auch jüngere berufstätige Interessenten angesprochen sind (ab ca.18.00 Uhr).

3.3. Aufbau der Kurse
Der einzelne Kurstag sollte drei Kriterien genügen.
§ Hausaufgaben müssen alle Teilnehmer lösen. Anhand dieser Ergebnisse erkennt der Teilnehmer, ob er das besprochene Thema beherrscht und der Referent, ob er entsprechend vermitteln konnte. Sollte eines der beiden Ziel nicht erreicht sein, muss wiederholt werden.
§ Mindestens zwei praktische themenbezogene Beispiele vertiefen das durchgesprochene Thema.
§ Nach dem Kursabend erhalten alle Teilnehmer die Unterlagen der angesprochenen Themen.
Am letzten Abend der Teilkurse sollte ein kleines Turnier stattfinden. Die Begeisterung lässt die Anstrengung vergessen. Auch erringen hier die ersten drei Paare Urkunden und kleine Preise. Der Turniergedanke wird so angeregt.

3.4. Turnierübungsabende
Erklärt sich eine Absolventengruppe nicht gleich bereit, in das Clubleben einzutreten,
können Übungsabende unter Turnierbedingungen angeboten werden. Hier sollten auch
kooperative Clubmitglieder eingebunden sein. Diese Maßnahme sollte 5 Abende nicht
überschreiten, ansonsten bildet Sie sich eine “Kaffeebridgerunde“ heran.
Entstehen hierbei Kosten, sollten diese vom Club als Werbung für Neumitglieder
verbucht werden.

4. Weiterbildung der Clubmitglieder

Außer der Ausbildung von Neumitgliedern, sollte das Ziel des Clubvorstands sein, die
Mitglieder weiterzubilden. Die Praxis bietet hier ein Angebot von einmal monatlich, zu
festen Tagen, von ca. 1,5 Std. an. Die Teilnehmer sollten selbst frühzeitig den Themen-kreis festlegen (Markieren, Gegenspiel, Multi,....) Anfallende Kosten sollte der Club tragen.

5. Endbetrachtung
Die dargestellten Vorschläge beruhen auf langjähriger Erfahrung in unserem Club und können bestimmt nicht überall 1 : 1 übernommen werden. Das war auch nicht der Sinn der Ausführungen.

5.1. Beistand
Für Nachfragen, Info-Gesprächen oder Tipps stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

5.2. Vor Ortbesuch
Sollten Sie Schwierigkeiten sehen, die telefonisch nicht zu klären sind, Kontakt zur Presse, Volkshochschule usw., sprechen Sie mich an, ich berate Sie auch gerne vor Ort.

Dieses Schreiben sollte eine Unterstützung für die Ausbildung von Neumitgliedern Ihres Clubs darstellen. Es erhebt keinen Anspruch auf Übertragbarkeit. Eventuell zeigt es Anregungen auf.

Unser gemeinsames Ziel: Neumitglieder


Mit bridgefreundlichen Grüßen
A. Knauer
 

 Bridge in der Schule